Der Engagementnachweis

Der Berliner Engagementnachweis bescheinigt und dokumentiert die längerfristige Mitarbeit bzw. ehrenamtliches Engagement in der außerschulischen Jugendarbeit und die dabei erworbenen Kompetenzen.

Der Tätigkeitsnachweis

Der Berliner Tätigkeitsnachweis bescheinigt und dokumentiert Tätigkeiten, die Jugendliche in Berliner Jugendfreizeitstätten im Rahmen außerschulischer Veranstaltungen, Kurse und Workshops ausgeübt haben.

Der Teilnahmenachweis

Der Berliner Teilnahmenachweis bescheinigt und dokumentiert die Teilnahme von Jugendliche an Kursen und Workshops in Berliner Jugendfreizeitstätten sowie die damit erworbenen Kenntnisse und Kompetenzen.

Die Berliner Zertifikate

Nach einem berlinweit einheitlichen Verfahren erhalten Jugendliche Nachweise für ihr Engagement in Jugendfreizeiteinrichtungen bei außerschulischen Veranstaltungen, Kursen und Workshops und die dabei erworbenen Kenntnisse und Kompetenzen.
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Die Berliner Zertifikate

Jugendliche engagieren sich in vielfältiger Weise in Einrichtungen der Berliner Jugendarbeit. Sie unterstützen bei der Organisation von Veranstaltungen, sie regen gruppenbezogene Aktivitäten an, sie renovieren und gestalten Räume, sie organisieren den Cafebetrieb, sie planen Ferienfreizeiten, Mediencamps und Konzerte, spielen Theater, proben in Bands, verlegen eine Kiezzeitung oder engagieren sich ehrenamtlich über längere Zeiträume hinweg für spezielle Belange ihrer Einrichtung.

Ziel der Berliner Zertifikate ist es, die in diesem Zusammenhang erworbenen Kenntnisse und Kompetenzen zu dokumentieren, die Leistungen des nicht-formalen Lernens für Bildungseinrichtungen, Ausbildungsbetriebe und Unternehmen deutlicher sichtbar und für Jugendliche besser nutzbar zu machen.

Die Berliner Zertifikate verstehen sich als Teil der europaweiten Bestrebungen, die Wahrnehmung und Anerkennung der Leistungen des nicht-formalen und informellen Lernens zu verbessern. Sie orientieren sich an gängigen Bezeichnungen anderer außerschulischer Kompetenznachweise. Sie bieten Mitarbeiter*innen die Möglichkeit, einrichtungsbezogene, berufsorientierende bzw. berufsvorbereitende Aktivitäten und ehrenamtliches Engagement zu zertifizieren.

Zur Entstehung

Die Berliner Zertifikate wurden von einer Arbeitsgruppe im Rahmen des EQUAL-Projektes „EVENT Berlin“ 2005-2007 entwickelt. Der Arbeitsgruppe gehörten die Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin, jugendnetz-berlin.de, Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH, Bildungsmarkt e.V.,
Intervista e.V., media academy GmbH, FEZ Berlin und
WeTeK Berlin gGmbH an.

Im Rahmen der Ausbildungsoffensive Pankow arbeiteten Mitarbeiter*innen von Jugendfreizeiteinrichtungen, insbesondere der Jugendkultureinrichtungen des Jugendamtes Pankow daran, außerschulische Bildungseinrichtungen als Orte des informellen und non-formalen Lernens zu stärken.

2012 wurde in einem intensiven Prozess einschließlich eines Fachtags der Pankower Jugendfreizeiteinrichtungen und einer ersten Fortbildung eine Online-Anwendung zum Erstellen der Berliner Zertifikate erprobt und weiterentwickelt.

Das Verfahren

Mit den Berliner Zertifikaten liegt ein einheitliches Berliner Verfahren zum Nachweis und zur Dokumentation von Tätigkeiten, ehrenamtlichen Engagements und non-formal erworbener Kompetenzen durch Berliner Jugendfreizeiteinrichtungen und Träger der Jugendhilfe vor.

Die Berliner Zertifikate basieren auf einem partnerschaftlichen, dialogischen Verfahren zwischen den pädagogischen Fachkräften und den Jugendlichen. Im Zentrum stehen Persönlichkeitsbildung und -entwicklung der Jugendlichen sowie die Eigen- und Fremdwahrnehmung und die gemeinsame Beschreibung.

Teilnahmenachweis

Der Berliner Teilnahmenachweis bescheinigt und dokumentiert die Teilnahme von Jugendliche an Kursen und Workshops in Berliner Jugendfreizeitstätten sowie die damit erworbenen Kenntnisse und Kompetenzen.

Tätigkeitsnachweis

Der Berliner Tätigkeitsnachweis bescheinigt und dokumentiert Tätigkeiten, die Jugendliche in Berliner Jugendfreizeitstätten im Rahmen außerschulischer Veranstaltungen, Kurse und Workshops ausgeübt haben.

Engagementnachweis

Der Berliner Engagementnachweis bescheinigt und dokumentiert die längerfristige Mitarbeit bzw. ehrenamtliches Engagement in der außerschulischen Jugendarbeit und benennt Kompetenzen, die auf diesem Wege erworben wurden.

Kompetenzfeststellung

Die ausgewiesenen Schlüsselkompetenzen im Berliner Engagementnachweis werden in Orientierung an nationalen und internationalen Gepflogenheiten und zum Zwecke der Anschlussfähigkeit an europäische Kompetenznachweise in Selbst-, Sozial- und Methodenkompetenzen unterteilt. Eine Einordnung in unterschiedliche Niveaus wird nicht vorgenommen. Die von den Jugendlichen gezeigten Kompetenzen werden in den Nachweisen beschrieben.

Voraussetzungen

Die Nachweise werden von den Mitarbeiter*innen der Jugendfreizeiteinrichtungen und anerkannte Träger der Jugendhilfe vergeben. Zur Einführung in das Verfahren der Vergabe der Nachweise ist eine Fortbildung Voraussetzung. Die Mitarbeiter*innen können die Zertifikate online erstellen, dafür ist eine Registrierung erforderlich. Die Registrierung erfolgt im Rahmen der Fortbildung.

Die Fortbildung

Mitarbeiter*innen der Berliner Jugendfreizeiteinrichtungen werden für die Anwendung des Nachweisverfahrens qualifiziert.
Die Fortbildung umfasst zwei eintägige Schulungsseminare sowie eine mehrmonatige Praxis- und Erprobungsphase.

Inhalte der Fortbildung

  • Vermittlung der Ziele und Verfahrensweisen der Berliner Nachweise
  • Vermittlung des nationalen und europäischen Kontextes der Berliner Nachweise
  • Einführung in Handhabung und Nutzung von Verfahren der Dokumentation und der Kompetenzfeststellung
  • Erprobung der Berliner Teilnahme-, Tätigkeits- und Engagementnachweise in den Einrichtungen
  • Erfahrungsaustausch und Feedback über Ergebnisse und Erfahrungen